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Im Test: Der Stiefel „ADV Tourer“ von Forma

Der Stiefel erweist sich als verlässlicher Tourbegleiter und punktet dank seines guten Preis-/Leistungsverhältnisses.

Mit dem „ADV Tourer“ hat der italienische Stiefelhersteller Forma einen guten Kompromiss gefunden: Einerseits bietet das Modell dank des verwendeten „full grain“-Leders gute Stabilität und hohen Schlagschutz, dank der dicken Gummisohle überdies gute Standfestigkeit in den Rasten, wenn es mal in leichteres Gelände geht. Andererseits verzichtet der Stiefel aber auf jenes martialische Äußere, das man von Offroad-Stiefeln kennt. Das macht ihn vielseitiger einsetzbar: Durch den deutlich niedrigeren Schaft lässt sich auch mal ein kürzerer Spaziergang absolvieren, ohne dass man sich die Schienbeine wundreibt. Das macht den „ADV Tourer“ zum idealen Reisegefährten für Reise-Enduro-Fahrer, die nicht nur im Sattel sitzen oder in den Rasten stehen, sondern ihre Umgebung gerne auch mal zu Fuß erkunden.

Kleine Einschränkung an dieser Stelle: Beim Fahrzeug sollten Fußrasten und/oder Schalthebel einstellbar sein. Denn im Bereich der Schaltmechanik erwies sich der Forma-Stiefel zumindest an unserem Testfahrzeug, einer BMW R 1200 GS, als etwas klobig, der eine oder andere Gangwechsel geriet nicht gerade flüssig, weil der Stiefel unterm Hebel klemmte.

Keine Blockaden gab es indes beim Schließen des „ADV Tourers“: Ein doppelter Klettverschluss und eine verstellbare sowie austauschbare Kunststoff-Schnalle arbeiteten zuverlässig. Das „Drytex“-Innenfutter erwies sich als ausreichend atmungsaktiv. Wasser drang während unseres Tests nicht ein. Für eine UVP von 199,90 Euro bietet der Forma-Stiefel einen guten Gegenwert.

(Bezugsquelle: www.beloshop.at)